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CDU zufrieden mit weitgehend bedarfsgerechtem OGS-Angebot

anja wingerath

Beinahe zehn Jahre ist es her, dass an der Erich-Kästner-Schule am Schulzentrum Mitte die erste Dormagener Ganztagsschule an den Start ging. Inzwischen gibt es in Dormagen 14 Ganztagsgrundschulen mit insgesamt 54 Gruppen, die von elf Trägern betrieben werden. Betreut werden stadtweit etwa 1.300 Kinder. Auch bei den weiterführenden Schulen ist inzwischen ein Trend in Richtung Ganztagsbetreuung festzustellen.

 

Ziel bei der Einrichtung von Offenen Ganztagsschulen im Primarbereich, heute allgemein als OGS bekannt, war und ist neben der Verbesserung der Chancengleichheit durch die Förderung von Kindern vor allem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So wurde in den vergangenen Jahren insbesondere vielen Müttern beispielsweise der Wiedereinstieg ins Berufsleben ermöglicht. Dass beide Elternteile berufstätig sind, ist heute - anders als noch Ende der 1990er Jahre zu Zeiten der Horte, in denen nur einige wenige Kinder einen Betreuungsplatz fanden - eher die Regel als die Ausnahme.

 

„Die Ausgestaltung des Angebotes an der jeweiligen Grundschule sollte sich daher eng an den Bedürfnissen der Eltern orientieren“, betont Anja Wingerath, schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. „Daher wollten wir in einer Anfrage aus dem Frühjahr dieses Jahres von der Verwaltung wissen, wie die Betreuungszeiten sind, ob diese ausreichen oder ob es weitergehende Anforderungen gibt.“

 

Ausführliche Antworten gab es jetzt seitens der Verwaltung zur Schulausschusssitzung. Danach wird eine Betreuung in den Offenen Ganztagsschulen an Unterrichtstagen von 7.30 bzw. 7:45 Uhr bis 16 Uhr angeboten, bei Bedarf auch länger; unterrichtsfreie Tage werden ebenso abgedeckt wie ein Großteil der Schulferien. So werden die Kinder in den Herbst-, den Oster- und drei Wochen in den Sommerferien betreut.

 

Grundlage für die Stellungnahme des Schulamtes war eine Abfrage bei den Trägern vor Ort, die ein durchweg positives Bild ergab. „Anfragen von Eltern auf Erweiterung der Öffnungszeiten sind, bis auf eine Ausnahme, nicht anhängig“, heißt es daher in der betreffenden Beratungsdrucksache für die Schulpolitiker. Einzig an einer OGS sei es vermehrt zu Nachfragen für einen vorgezogenen Betreuungsbeginn gekommen.

“Wir sind offensichtlich gut aufgestellt“, betont Schulausschussvorsitzender Bernd Engwicht, „auch wenn einige wenige Familien möglicherweise einen etwas darüber hinausgehenden Bedarf haben. Allerdings würde eine Erweiterung der Betreuungszeiten höhere Kosten verursachen, die dann möglicherweise auf die betreffenden Eltern umzulegen sind, insbesondere wenn in den Randzeiten nur vereinzelte Kinder zu betreuen wären.“

Fraktionsvorsitzender Wiljo Wimmer weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es bei einer flexibleren Gestaltung der Anfangszeiten im Umkehrschluss auch eine flexiblere Regelung bei den Abholzeiten geben müsse.

 

„Eltern, die aufgrund ihrer Arbeitszeiten an manchen Nachmittagen durchaus Zeit mit ihren Kindern verbringen oder die diesen außerschulische Aktivitäten, zum Beispiel im Sportverein oder der Musikschule ermöglichen möchten, wird das frühere Abholen ihrer Kinder aus der OGS leider mancherorts mit Hinweis auf die gesetzlichen Vorgaben verwehrt. Die Rot-Grüne Landesregierung hat erst im vergangenen Monat einen Antrag von CDU und FDP für mehr Flexibilität bei den Abholzeiten abgelehnt, obwohl es durchaus Lösungen gibt, die beispielsweise ein stetiges Kommen und Gehen am Nachmittag vermeiden.“