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CDU fragt nach Sachstand zum Fachmarktzentrum

Heryschek Andre

Mehrere Jahre sind vergangen, seit die Zuckerfabrik weichen musste und die Planungen für ein Fachmarktzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrikgelände Gestalt annahmen. Während die Vorstellungen des einstigen Projektentwicklers nachweislich innenstadtschädlich gewesen wären, verabschiedete der Planungs- und Umweltausschuss zum Ende der letzten Ratsperiode eine kleinere, verträglichere Lösung. Seitdem scheint wiederum Stillstand eingetreten zu sein.

„Nachdem wir den Verkauf des Geländes an die Firma Edeka aus den örtlichen Medien entnehmen durften, möchten wir gerne nähere Informationen aus der Verwaltung zum aktuellen Projektstand erhalten. Nach Aussage von Bürgermeister Lierenfeld im letzten Herbst sei „kurzfristig“ ein Gespräch unter Beteiligung der Stadt sowie der Firmen Redos und Edeka anvisiert. Darüber hinaus gab er die Einschätzung ab, dass durch den Verkauf auch die Position des Supermarktes in der Rathaus-Galerie gestärkt werden würde und stellte in Aussicht, dass Ende vergangenen Jahres das ausstehende Gutachten gemäß Seveso II – Richtlinie, das den Sicherheitsabstand zu Betrieben im Chempark prüfen soll, in Auftrag gegeben werden sollte“, fasst CDU-Fraktionsvorsitzender André Heryschek den aktuellen Sachstand zusammen.

Nunmehr stand die Beauftragung des Gutachtens erst in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am 29.01.2015 auf der Tagesordnung, immerhin eine weitere Verzögerung von 1,5 Monaten. Konkret möchten die Christdemokraten nun wissen, wann das Gutachten gemäß Seveso II – Richtlinie der Verwaltung vorliegen wird und wie es zu der wiederholten Verzögerung kam. Ebenso interessiert die CDU-Vertreter, welche Ergebnisse in dem angekündigten Gespräch der Stadt Dormagen mit den Firmen Redos und Edeka erzielt worden sind und ob die Firma Edeka an den Plänen für ein Fachmarktzentrum festhalten möchte.

„Ein weiterer wichtiger Punkt ist der fehlende Frischemarkt in der Innenstadt. Der Bürgermeister hatte hierzu erklärt, dass der Kauf durch die Firma Edeka eine Stärkung der Position des Supermarktes bedeuten würde. Wenn dem so wäre, müsste sich hier kurzfristig etwas zum Positiven verändern. Es ist nach wie vor schwer verständlich, wieso es in unserer Innenstadt mit großem Einzugsbereich und einer hohen Frequentierung weder einen Frischemarkt noch eine Metzgerei gibt. Dies ist vor allen Dingen für unsere älteren Mitbürger, die häufig nicht mehr mobil sind, eine schwierige Situation“, zeigt sich Heryschek unzufrieden.

Um zu den genannten Fragen Licht ins Dunkel zu bringen, hat die CDU eine Anfrage an den kommenden Stadtrat formuliert. Damit verbunden ist die Kritik an der aktuellen Informationspolitik der Verwaltung zu diesem für die Innenstadt und den Dormagener Einzelhandel wichtigen Thema.