Jugendhilfeausschuss

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Situation der Dormagener Jugendlichen

Antrag zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Donnerstag, dem 10. Mai 2007

Antrag-Nr. 83
2007-04-24/Wi.

 

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

wir bitten Sie höflichst, nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Donnerstag, dem 10. Mai 2007 zu setzen:


Beschlussvorschlag:
Die Verwaltung wird gebeten, einen umfassenden Bericht über die aktuelle Situation von Jugendlichen in Dormagen abzugeben.

Begründung:
Aufgrund der jüngsten Entwicklungen ist es dringend geboten, dass sich der Jugendhilfeausschuss intensiv mit der alltäglichen Lebenssituation von Jugendlichen innerhalb unseres Stadtgebietes auseinandersetzt.

Wir nehmen wahr:

- dass die für Jugendliche letzte attraktive Kneipe in Dormagen „die Tanke" nur noch für Erwachsene zugänglich ist,
- dass die beiden Jugendcafés offensichtlich nicht angenommen werden,
- dass es Jugendliche gibt, die sich abends nicht in Gruppen unter fünf Personen in die S-Bahn trauen,
- dass Eltern aus Angst um ihre Kinder Fahrdienste übernehmen oder Taxis bezahlen,
- dass Schulbusfahren zur Mutprobe wird,
- dass Zivilcourage als gefährlich wahrgenommen wird,
- dass es kaum öffentlichen Orte gibt an denen Jugendliche sich - auch abends - treffen können ohne irgend jemanden zu stören,
- dass Jugendarbeit hinter verschlossenen Türen stattfindet,
- dass auch abzulehnende Jugendkulturen vor Dormagen nicht Halt machen.

Wir halten es daher für erforderlich, dass sich die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses in diesem Zusammenhang u. a. mit den folgenden Themen auseinandersetzen:

Kriminalität, Gewalt, Sicherheit
Jugendkulturen
Freizeitangebote, Aufenthaltsmöglichkeiten
Perspektiven
Interkulturelles Miteinander

Hierzu können wir uns Diskussionen mit externen Fachleuten, Eltern, Erzieherinnen/Erziehern, Jugendlichen sowie anderen Betroffenen und Beteiligten vorstellen.

Ziel ist es, die Situation von Jugendlichen in Dormagen zu analysieren und darauf aufbauend ein ganzheitliches Konzept zu entwickeln.


Mit freundlichen Grüßen

Wiljo Wimmer                
Fraktionsvorsitzender

gez. 
Hubert Vitt
sachkundiger Bürger

 

Aus der Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 10.05.2007:

7/1497   Geeignete Räumlichkeiten für das Cafe Flair
Bürgerantrag der Jungen Union, Ortsverband Dormagen, vom 04.05.2007
Die Verwaltung wird zu einem Gespräch mit der evangelischen Kirche, den Antragstellern und dem ehemaligen Team des Cafe Flair einladen.
Beschluss:
Die Verwaltung wird gebeten, zu einem Treffen mit allen Beteiligten einzuladen, um geeignete Räumlichkeiten für das Cafe Flair zu finden.
Abstimmergebnis: Einstimmig angenommen


7/1477   Situation der Dormagener Jugendlichen
Antrag der CDU-Fraktion vom 24.04.2007
Der Antrag wird zusammen mit den Drucksachen 7/1384 und 7/1428 diskutiert. Herr Vitt stellt zum Antrag der CDU-Fraktion klar, dass in der Begründung zum Antrag bei der Aussage, dass die beiden Jugendcafes offensichtlich nicht angenommen werden, gemeint war, dass über die Zielgruppe hinaus die Cafes von anderen Jugendlichen nicht angenommen werden.
Frau Sturm-Platz erläutert den CDU-Antrag und die Themen, die diskutiert werden sollen. Der Bürgermeister gibt zu bedenken, dass von den ca. 15.000 Jugendlichen in Dormagen nur der geringste Teil negativ auffällt. Es sind bereits Überlegungen angestellt worden, wie diese Jugendlichen erreicht werden können. Der Jugendtreff auf dem Abenteuerspielplatz in Horrem soll ebenso wie in Hackenbroich auf vier Stellen aufgestockt werden; für den Jugendtreff in Nievenheim wird derzeit an einem neuen Konzept gearbeitet. Herr Schmitz sieht hier das Problem, dass diese auffälligen Jugendlichen in der Regel durch Jugendarbeit nicht mehr erreichbar sind. Im Arbeitskreis der hauptamtlich in der Jugendarbeit Tätigen wird über neue Strategien und Konzepte nachgedacht. In der Weiterentwicklung soll der frühere Ansatz in der Jugendarbeit für mehr Einfluss sorgen. Er sieht einen wichtigen Teil der Arbeit in der Stärkung der konstruktiven Kräfte. Erzieher, Lehrer, Eltern müssen in ihren Kompetenzen gestärkt werden, damit Kinder / Jugendliche nicht alleine gelassen werden.
Frau Quirini berichtet vom Alltag in der Hauptschule und ihren Besuchen vor Ort in Hackenbroich. Auch sie hält die Stärkung der Zivilcourage für einen wichtigen Weg. Der Bürgermeister erläutert hierzu, dass unterstützende Maßnahmen bereits auf den
Weg gebracht sind, wie z.B.

  • die verbindliche Ganztagshauptschule,
  • das Schulverweigererkonzept,
  • die Qualitätssteigerung in der offenen Ganztagsgrundschule in Brennpunktendurch die Verwendung der Landespauschale für die „8-13 Betreuung".

Auch in den beiden Arbeitskreisen „Gewaltprävention" soll die intensive Auseinandersetzung mit der aktuellen Situation der Jugendlichen erfolgen. Nach den Ferien wird die Verwaltung den Ausschuss zu einem Workshop zur Thematik einladen. Das Nachtsportangebot soll mit einer verbesserten Finanzausstattung überarbeitet und wieder angeboten werden.
Beschluss:
- ohne Beschlussfassung -