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Fortschreibung des Kulturkonzeptes für die Stadt Dormagen

Antrag-Nr. 130/13
12.02.2013 / cw

Antrag-Nr. 130/13
12.02.2013 / cw

 
 

Antrag zur nächsten Sitzung des Kulturausschusses am 26.02.2013
Fortschreibung des Kulturkonzeptes für die Stadt Dormagen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

 

 

wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Kulturausschusses

am 26.02.2013 zu setzen:

 

 

Beschlussvorschlag:

Der Kulturausschuss bittet den Kulturbetrieb Dormagen, den Entwurf einer ersten Fortschreibung

des Kulturkonzeptes der Stadt Dormagen zu erstellen und dem Ausschuss vorzulegen.

 

 

Begründung:

Mit Beschluss vom 03.04.2009 zur Drucksache 7/2288 hat der Rat der Stadt Dormagen das

Kulturkonzept der Stadt einstimmig beschlossen. Dem gingen intensive Vorarbeiten und Beratungen

voraus. Auf der Grundlage eines Antrags der CDU-Fraktion vom 10.02.2005 beauftragte der

Kulturausschuss der Stadt Dormagen im März 2005 die Verwaltung, einen Sachstandsbericht der

kulturellen Einrichtungen, bezogen auf die laufende Ratsperiode, zu erstellen. Erste

Konzeptionspapiere wurden nachfolgend in eine Kleine Kommission Kultur verwiesen. Hieraus

entwickelte sich der Auftrag, ein Kulturkonzept zu erstellen.

 

 

Für die 13. Sitzung des Kulturausschusses am 24.04.2008 legte die Betriebsleitung des KSD den

ersten Entwurf eines Kulturkonzeptes vor, das nach intensiven Beratungen im Kulturausschuss und

der Kleinen Kommission Kultur ergänzt und – zum Teil auch in den Schwerpunkten – verändert

wurde. Eine zusätzliche Komplettierung erfuhr das Konzept mit den Visionen einer Dormagener

Kulturlandschaft im Jahre 2020, die in einem Leitsatz zusammenfassen, dass Dormagen als Sport-

 

und Kulturstadt anerkannt ist. Nachdem auch die relevanten Ergebnisse eines Workshops mit

Kulturschaffenden sowie Vereinen und Organisationen aus der Dormagener Kulturlandschaft in das

Konzept eingearbeitet worden waren, stimmte der Kulturausschuss einstimmig dem Entwurf des

Kulturkonzeptes zu und empfahl dem Rat dessen Annahme.

 

 

Der vierjährige Zeitlauf von ersten konzeptionellen Überlegungen im Jahr 2005 bis zur

einstimmigen Verabschiedung des Kulturkonzeptes im Jahr 2009 erklärt sich aus vielschichtigen

Gründen, zu denen unterschiedliche Sicht- und Arbeitsweisen in der Verwaltung und grundlegende

organisatorische Veränderungen ebenso gehören wie die mit dem tragischen Tod eines leitenden

Mitarbeiters verbundenen Umstände. Die wichtigste Arbeitsphase für die Erstellung des

Kulturkonzeptes begann im Jahre 2008. Seitdem sind nunmehr fünf Jahre vergangen, die erhebliche

Veränderungen und neue Erkenntnisse für die Stadt Dormagen gebracht haben. Stichwortartig seien

– ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit – genannt:

 

  • Vielfältig veränderte Rahmenbedingungen für die Arbeit der Kultureinrichtungen
  • Innerhalb des pluralen gesellschaftlichen Wandels veränderte Nutzungen der Kultureinrichtungen
  • Demografische Veränderungen – wie können und wollen die städtischen Kultureinrichtungen auf den demografischen Wandel reagieren und mit Seniorenbeirat und Netzwerk 55+ zusammenarbeiten?
  • Finanznot der Stadt mit dem Haushaltssicherungskonzept
  • Umgliederung des KSD – ab 2014 Eingliederung in die allgemeine Verwaltung

 

 

Diese Umstände erfordern eine Fortschreibung des Kulturkonzeptes der Stadt Dormagen, wenn

dieses Konzept weiter aktuell und maßgeblich sein soll. Deshalb bitten wir den Kulturbetrieb

Dormagen um einen ersten Entwurf zu dieser Fortschreibung.

 

Zu den wichtigsten – nicht alleinigen ! - Schwerpunkten dieser Fortschreibung gehört die

Anpassung der kulturpolitischen Strategie an die veränderten gesellschaftlichen und insbesondere

demografischen Rahmenbedingungen. In Kooperation mit kulturellen Vereinen und Verbänden, den

Kultureinrichtungen umliegender Städte und Gemeinden und des Rhein-Kreises Neuss müssen

konkrete Ideen zu kulturpolitischen Themen entwickelt werden. Das Institut für Bildung und Kultur

e. V. z. B. hat unter dem Titel „Kulturteilhabe 50+“ in einer Pilotstudie zu Kultureinrichtungen in

NRW im demografischen Wandel bemerkenswerte Vorschläge entwickelt, wie durch gezielte

Angebote das Kulturleben in einer Kommune bereichert wird und Ältere zu mehr kulturellem

Engagement mit eigener Kreativität ermutigt werden. Aber auch Städte wie z. B. Rheine ("Kunst

und Kultur im demografischen Wandel"), Remscheid ("Kultur Quartier": Kulturwoche für Senioren)

oder Düsseldorf (Keywork: Ein Modell für bürgerschaftliches Engagement in der

Seniorenkulturpolitik) haben auf den demografischen Wandel reagiert und Ältere in den Mittelpunkt

ihrer Betrachtungen und Initiativen gerückt.

 

 

 

 

Erst auf der Grundlage eines solchen ersten Entwurfes einer Fortschreibung des Kulturkonzeptes

der Stadt Dormagen halten wir es für sinnvoll, über konkretere weitere Verfahrensschritte bis hin

zum Beschluss der Fortschreibung – z. B. erneute Bildung einer Kleinen Kommission Kultur,

Workshop mit Kulturschaffenden, Einbeziehung von Vereinen und Organisationen aus der

Dormagener Kulturlandschaft und von Bürgerinnen und Bürgern - zu beraten und zu beschließen.

Anhand konkreter Beispiele werden wir gerne in der Ausschusssitzung unseren Antrag weiter

begründen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Wiljo Wimmer                   Reinhard Hauschild       Karl Kress

Fraktionsvorsitzender         Ratsmitglied                Ausschussmitglied