Kulturausschuss

Dormagen Banner


CDU Logo

Durchführung eines Pilotprojektes „öffentlicher Bücherschrank“

Anlage 2 Antrag 150 Öffentlicher BücherschrankAntrag zur nächsten Sitzung des Kulturausschusses am 05.11.2013 Durchführung eines Pilotprojektes „öffentlicher Bücherschrank“

 

Antrag-Nr. 150/13


Sehr geehrter Herr Bürgermeister,


wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Kulturaus-schusses am 05.11.2013 zu setzen:


Beschlussvorschlag:


Der Kulturbetrieb Dormagen prüft in Gesprächen mit freien Trägern, inwieweit in einem Dormagener Stadtteil ein weiteres Pilotprojekt zur Errichtung eines "öffentlichen Bücher-schrankes" gestartet werden kann.


Begründung:


Das Prinzip ist einfach: In einem offenen Schrank (Holz oder Metall) werden jugendfreie ge-spendete Bücher aller Art (vom Krimi bis zum Fachbuch) bereit gestellt. Jeder kann sich dort bedienen: ein neues Buch einstellen oder austauschen oder nur ausleihen. Und das "rund um die Uhr", also vierundzwanzig Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche.


Viele Gemeinden und Städte im Inn- und Ausland (z.B. Österreich, Ungarn, Luxemburg) ha-ben dieses Angebot schon erfolgreich installiert. In ehemaligen Telefonzellen (z.B. Brühl und Bonn) oder in von Firmen gespendeten Schränken (z.B. RWE in Bergheim oder Bad Breisig) und Privatpersonen (z.B. Gastwirte in Münster; fünf Schränke) wurden wie in unserer Nach-barstadt Neuss barrierefrei zugängliche Bücherschränke aufgebaut.


Auch in Dormagen gibt es bereits einen solchen öffentlichen Bücherschrank. Er steht im Fo-yer des neuen Rathauses in der Nähe des Bürgeramtes und wird gut genutzt – innerhalb der Öffnungszeiten des neuen Rathauses. Hier setzt unser Vorschlag an: wir wollen den Kulturbe-trieb Dormagen bitten, in Gesprächen mit freien Trägern (z. B. kulturtragenden Vereinen) in einem Dormagener Stadtteil auszuloten, ob und inwieweit solche Träger einen öffentlichen Bücherschrank errichten und betreiben, entweder geschützt in einem öffentlich zugänglichen Raum (dann wieder zu dessen Öffnungszeiten) oder aber öffentlich frei zugänglich.


Natürlich kann man einen solchen öffentlichen Bücherschrank nicht sich selbst überlassen. Er
muss nicht nur regelmäßig auf seine technische Funktionstüchtigkeit hin überprüft, sondern
auch im Hinblick auf die eingestellten Bücher (z. B. gewaltverherrlichende, politisch extreme
oder pornografische Literatur) durchgesehen werden. Darum schlagen wir vor, dass die Betreuung für den 1. Dormagener Bücherschrank für die Testphase von einem Jahr von einem
Verein übernommen wird, der sich dieser Aufgabe annimmt und dabei insbesondere die eingestellten Kinder- und Jugendbücher pflegt. So werden die "Schränke" Orte des Begegnens und des Kontakts.


Darüber hinaus bitten wir die Verwaltung, die bereits gemachten Erfahrungen anderer Städte
(z.B. Düsseldorf mit verschiedenen öffentlichen Bücherregalen betreut vom Literaturbüro
NRW) ein zu holen und im Ausschuss zu berichten. Die Unterzeichner haben sich bereits
mehrere "Öffentliche Bücherschränke" angesehen (siehe Beispiel in der Anlage) und in Gesprächen mit Ausleihern und Spendern die Wirksamkeit des Angebotes diskutiert.


Gerne berichten wir über diese Gespräche im Ausschuss.


Mit freundlichen Grüßen


Wiljo Wimmer                    Reinhard Hauschild          Karl Kress
Fraktionsvorsitzender         Ratsmitglied                   Ausschussmitglied