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Abriss der Schwimmhalle in Stürzelberg

Antrag zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Bauangelegenheiten und Öffentliche Sicherheit am Donnerstag, dem 18. Mai 2006

Antrag-Nr. 47
2006-05-11/Wi.

 

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

wir bitten Sie höflichst, nachfolgenden Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bauangelegenheiten und Öffentliche Sicherheit am Donnerstag, dem 18. Mai 2006 zu setzen:

Beschlussvorschlag:
Die Verwaltung wird beauftragt, die Kosten für den Abriss der Schwimmhalle in Stürzelberg zu ermitteln und das entsprechende Ausschreibungsverfahren für den Abriss einzuleiten.

Begründung:
Der Auszug aus dem Gutachten des Ingenieurbüros Brauer zum Zustand der Schwimmhalle in Stürzelberg lässt die Schlussfolgerung zu, dass eine Sanierung des Gebäudes zum jetzigen und auch zu einem späteren Zeitpunkt wirtschaftlich nicht vertretbar ist. Vor diesem Hintergrund und dem baulichen Zustand der Schwimmhalle bleibt als einzige Alternative ein Abriss übrig. Aufgrund der unmittelbaren Nachbarschaft einer Grundschule und der prognostizierten Gefahr eines Dacheinsturzes erscheint es nicht sinnvoll, ein weiteres Gutachten darüber einzuholen, wann konkret ein Dacheinsturz zu erwarten ist und mit welchen Folgen (Einsturzgefahr auch der Seitenwände?). Nach dem Abriss sollte das Gelände sinnvoll überplant werden.

Mit freundlichen Grüßen

Wiljo Wimmer    
Fraktionsvorsitzender

René Schneider 
Ratsmitglied

 

Aus der Niederschrift des Bauausschusses vom 18.05.2006

7/979    Abriss der Schwimmhalle in Stürzelberg
Dringlichkeitsantrag der CDU-Fraktion vom 11.05.2006

Ausschussmitglied Schneider erläutert den Antrag. Im Verlauf der Diskussion erklären alle Ausschussmitglieder, dass sie einen Abriss für erforderlich halten, Uneinigkeit herrscht über den Zeitpunkt des Abrisses.
Ausschussmitglieder Fenes und Bernhard Schmitt schlagen vor, dass die Maßnahme in den Haushaltsberatungen 2007 beraten und bis dahin ein Investor für die Halle und das Grundstück gesucht werden könnte.
Auf Bitte des Ausschusses nimmt Erster Beigeordneterer Cyprian Stellung zu dem Antrag und erklärt, dass das vorliegende Gutachten des Statikerbüros nicht alle offenen Fragen beantwortet habe und er daher auch einen Abriss der Schwimmhalle befürworte.

Im Anschluss fasst der Ausschuss folgenden geänderten Beschluss:
1. Die Schwimmhalle in Stürzelberg soll in den Sommerferien 2006 vollständig abgerissen werden.
2. Das Grundstück soll nach dem Abriss einer sinnvollen Überplanung zugeführt werden.

Abstimmergebnis: Einstimmig angenommen

Stellungnahme der Verwaltung:
In der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Bauangelegenheiten sowie öffentliche Sicherheit und Ordnung und des Sportausschusses am 02.05.2006 hatte die Verwaltung die kalkulierten Abrisskosten ab 75.000 € genannt. Auftragsgemäß wurde das Statikbüro gebeten, ergänzende Angaben mit Blick auf die Standsicherheit des Gebäudes im Zusammenhang mit einer Gefährdung des Umfeldes zu machen.

Die zusätzliche Stellungnahme des Statikbüros ist als Anlage beigefügt. Wie vorgesehen, wird die Verwaltung auf den Sachverhalt in der Sitzung eingehen.

Stellungnahme des Statikbüros:
Standsicherheit der Dachkonstruktion der Schwimmhalle in Dormagen-Stürzelberg
hier: Angaben zur Absicherung

Sehr geehrter Herr Schlimgen,

ergänzend zu unserer Stellungnahme 862-b1 wird eine Bewertung der Gefahren infolge eines Dacheinsturzes vorgenommen.
Die Beurteilung erfolgt nach einem am 10. Mai 2006 wahrgenommenen Ortstermin.

1.   Die Holzunterdecke wurde nicht regelgerecht befestigt. Daher können Bekleidungsteile von der Decke in der Schwimmhalle und dem Umkleidetrakt herunterstürzen. Aufgrund dieses Gefahrenpunktes ist das gesamte Gebäude zu sperren.

2.   Unter der Schornsteinabdeckung befindet sich ein loses Stahlblech, dass sofort entfernt werden muss. Damit kein Niederschlagswasser in den Schornstein hineinfließen kann, ist die Haube über dem Rauchgaszug zu erhalten.

3.   An der Wandkante vor der Haupteingangstüre sind die Wandplatten auf voller Höhe lose. Diese Platten sind umgehend zu entfernen. Gleichzeitig ist eine Zaunergänzung vor dem großen Schwimmbadfenster auszuführen. Hinweisschilder mit dem Verweis auf die bestehenden Gefahren sind anzubringen. Außerhalb der Gefahrenzone besteht keine Gefahr von
herabstürzenden Bauteilen bis Ende 2007.

4.   Anfang  2008  ist  eine  erneute  Bewertung  der  Außenwände  aus Sicherheitsgründen erforderlich. Bei dieser wiederholten Beurteilung ist unter Heranziehung der Tragwerksplanungsunferlagen eine Aussage über die Gefahren von herabstürzenden Bauteilen außerhalb des Gebäudes erneut zu betrachten. Die in dieser Stellungnahme getroffenen Feststellungen wurden nach bestem Gewissen durchgeführt. Sollten außergewöhnliche Einwirkungen in der Zeit bis zur nächsten Überprüfung auftreten (z. B. Erdbeben oder starke Stürme), ist eine zusätzliche Bauwerksuntersuchung erforderlich. Eine umfangreiche Fotodokumentation der durchgeführten Bauwerksaufnahmen wird im Büro archiviert. Sofern Sie Fragen zu dieser Stellungnahme haben, stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.