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Antrag Schul-Sponsoring

Antrag zur nächsten Sitzung des Schulausschusses am Donnerstag, dem 23. November 2006

Antrag-Nr. 60
2006-10-31/Wi.

 

 


Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

wir bitten Sie höflichst, nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Schulausschusses am Donnerstag, dem 23. November 2006 zu setzen:

Beschlussvorschlag:
1. Der Schulausschuss begrüßt das Modell "Schul-Sponsoring" als neues Instrument einer modernen Finanzierung von Maßnahmen und Leistungen im Schulbereich.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, ein diesbezügliches Konzept für Dormagen zu erarbeiten und dem Schulausschuss vorzustellen.

3. Dabei soll insbesondere geprüft werden, welche Partner (örtlich, regional, überregional) aus Handel, Banken, Gewerbe und Industrie oder auch Privatpersonen für ein derartiges Projekt gewonnen werden können.

Begründung:
Durch die angespannte Haushaltslage sind auch der finanziellen Unterstützung der Dormagener Schulen Grenzen gesetzt. Dabei muss unter Umständen an den verschiedensten Stellen gespart werden, wie zum Beispiel an neuem Mobiliar für die Klassenzimmer, Material für den Chemie- und Physikunterricht oder an neuen Computern für die einzelnen Schulklassen.

Die Einführung eines "Schul-Sponsoring" kann durch Projektunterstützungen der Wirtschaft Abhilfe schaffen. Das Prinzip ist einfach: Ein Unternehmen unterstützt eine Schule und darf dafür Eigenwerbung betreiben. Davon profitieren beide Seiten. Für die Schulen bedeutet Sponsoring, dass fehlendes Geld, Sachmittel oder Dienstleistungen von Unternehmern zur Verfügung gestellt werden. Die Unternehmen bekommen im Gegenzug die Möglichkeit, für sich zu werben und werden zum Partner der Schule.

Dabei sind verschiedene Vorstellungen denkbar: Ein Chemieunternehmen stellt Material für den Chemieunterricht zur Verfügung, ein Sportgeschäft sponsort Trikots (mit Werbeaufdruck). An einer Berufsbildenden Schule in Osterode wurden zum Beispiel zwei Drittel der PC-Ausstattung von Sponsoren finanziert. Ein PC steht für drei Schüler zur Verfügung. In allen Fächern ist der Computer integriert. Die Schule ist ausgestattet wie ein mittleres Unternehmen.

In Berlin, Bremen und Sachsen-Anhalt erlauben die dort zuständigen Kultusminister sogar konventionelle Produktwerbung an Schulen.
Und auch in Nordrhein-Westfalen entsteht eine eigene Dynamik mit der modernen Form des "Privat-Public-Partnership". Bereits jede dritte Schule wird hier von einem oder mehreren "Partnern" unterstützt.

Möglich macht dies § 99 des Schulgesetzes. Danach dürfen Schulen Zuwendungen von Dritten zur Erfüllung ihrer Aufgaben für den Schulträger entgegennehmen und auf deren Leistungen in geeigneter Weise hinweisen (Sponsoring), wenn diese Hinweise mit dem Bildungs- und Erziehungsauftrag vereinbar sind und die Werbewirkung deutlich hinter den schulischen Nutzen zurücktritt. Die Entscheidung trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter mit Zustimmung der Schulkonferenz und des Schulträgers.

Die Stiftung " Partner für Schule NRW" mit Sitz in Düsseldorf stellt 3,7 Millionen Euro für Schulprojekte bereit, die sich hauptsächlich mit den Themen "Lernen mit den neuen Medien", "ökonomische Bildung" und "Förderung von schwächeren Schülern" befasst (www.partner-fuer-schule.nrw.de).

Ausführliche Informationen zum Thema "Schul-Sponsoring" erhalten Interessierte in der Broschüre "Schulsponsoring heute" von der „Stiftung Verbraucherinstitut".

Mit freundlichen Grüßen

Wiljo Wimmer
Fraktionsvorsitzender

gez.
Tanja Engwicht  
Ratsmitglied

Aus der Sitzung des Schulausschusses vom 15.05.2007

8. 7/1439 Schulsponsoring
CDU-Fraktionsmitglied Frau Engwicht hat bezüglich des Schulsponsorings mehr Interesse von den Schulen erwartet.
Ergänzend fügt Sie hinzu, dass zurzeit von der IHK Mittlerer Niederrhein ein Projekt „Bosse an Schulen" angeboten wird, bei dem die Arbeit von Schule und Wirtschaft intensiviert werden soll. Ein Zeitungsbericht der NGZ vom 19.04.2007 über das Projekt ist als Anlage der Niederschrift beigefügt.
Bürgermeister Hilgers ergänzt, dass mit der neuen Rahmenvereinbarung für Sponsoring auch entsprechende Vordrucke entwickelt wurden, die bei Bedarf von der Verwaltung zur Verfügung gestellt werden.

Beschluss:
1. Der Schulausschuss unterstützt Vereinbarungen in Form von Schenkungen und Spenden von Sponsoringleistungen.
2. Die Verwaltung berät die Schulen diesbezüglich bei organisatorischen und rechtlichen Fragen unter besonderer Beachtung der Antikorruptionsrichtlinien.

Abstimmergebnis: Einstimmig angenommen