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Konzept zur Seniorenarbeit in Dormagen

Antrag zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Donnerstag, dem 21. Februar 2008
 
Antrag-Nr. 96
2008-02-05/Wi.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

wir bitten Sie höflichst, nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Donnerstag, dem 21. Februar 2008 zu setzen:

Beschlussvorschlag:
Die Verwaltung wird gebeten, bei der Erarbeitung des Konzepts zur Seniorenarbeit, das -gemäß den zum Haushalt 2008 des Produktes 100.250.11 vereinbarten operativen Zielen - in der ersten Jahreshälfte 2008 erstellt werden soll, die in der Begründung folgenden Vorgaben ein- und auszuarbeiten.

Begründung:
Der Haushalt 2008, Produkt 100.250.11 - Seniorenförderung - enthält das operative Ziel: „Erarbeitung eines Konzepts Seniorenarbeit in der ersten Jahreshälfte 2008."

Wir halten es dabei für dringend geboten, wenn es um Angelegenheiten der Seniorinnen und Senioren geht, nicht nur Hochbetagte im Blick zu haben. Nie war das Bild der Seniorinnen und Senioren vielschichtiger und gemischter als heute, es stellt Menschen aller Bevölkerungsschichten im Lebensalter von „55+/60" bis über 100jährige dar. Die Seniorinnen und Senioren von heute verfügen meist über hohe Kompetenzen, stehen oft wirtschaftlich auf eigenen Füßen, sind geistig rege und körperlich fit.

Es ist nicht Aufgabe der Stadtverwaltung, sämtliche Initiativen zu setzen oder in Konkurrenz zu bereits vorhandenen Angeboten eines freien Trägers (z.B. eines Vereins) zu treten (Subsidiaritätsprinzip). Es geht vielmehr darum, Seniorinnen und Senioren - sofern gewollt - Hilfe zur Selbsthilfe und Anregungen zu geben, Netzwerke zu initiieren und zu fördern, also um die Schaffung von Rahmenbedingungen ohne Bevormundungen.
Dabei ist auch eine qualifizierte Zusammenarbeit mit Polizei, Verkehrsbetrieben, Heimen, Bildungsträgern, Kulturveranstaltern usw. zu berücksichtigen.

Dieses zu erarbeitende Konzept sollte insbesondere die folgenden Bereiche abdecken:

1. Seniorenkataster

Entwicklung eines „Senioren-Katasters" mit Darstellung der
seniorenbezogenen demografischen Daten der Stadtteile und Wohngebiete
der entsprechenden Angebote, Möglichkeiten und der bestehenden Netzwerke
der in einer Umfrage z.B. mit Studenten einer Fachhochschule zu erhebenden Bedarfe und Wünsche der Senioren in den einzelnen Stadtteilen.


2. Angebote

Darstellung der Möglichkeiten, Seniorinnen und Senioren einzubinden, z.B.:
bei Sportveranstaltungen und Schützenfesten
Betreuung
Treffpunkte, Sitzbereiche
Fahrdienste.

Darstellung der Möglichkeiten des Einzelhandels, anderer gewerbliche Anbieter und von medizinischen und sozialen Diensten z.B.: 
Lieferservice
Getränke-Abos
Hausbesuche.

Entwicklung eines Konzepts zur Gestaltung von kulturellen Veranstaltungen auch unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Seniorinnen und Senioren, z.B:    
Veranstaltungszeitpunkt
Fahrdienste.

Berücksichtigung der Bedürfnisse von Seniorinnen und Senioren im zu entwickelnden Kulturkonzept.
(Vermerk: Antrag der CDU Fraktion zur Sitzung des Kulturausschusses am 17.04.2007. In der Ducksache 7/1453 wurde auf Empfehlung von AM Hauschild einstimmig beschlossen, den 1. Entwurf eines Kulturkonzeptes zur Erstberatung in die Kleine Kommission des Kulturausschusses zu verweisen. Das Konzept und dementsprechend diese Beratung steht/stehen bis heute aus.)

3. Netzwerke

Bestandsaufnahme vorhandener Netzwerke, Initiieren und Fördern von Netzwerken und Schaffung von Plattformen, z.B.:
freiwilliger Austausch von Adressen oder Mail-Adressen bei entsprechenden Veranstaltungen wie „Erzählnachmittag in der Stadtbibliothek" etc.
Email-Verteiler bei PC-Kursen für Seniorinnen und Senioren.
        
4. Kompetenzen von Seniorinnen und Senioren

Einfordern und Nutzen der Kompetenzen, z.B.:
Unterstützung in Kindergärten, Schulen, OGS im Bereich Hauswirtschaft, Handarbeit, Werken, PC, Vorlesen usw. (Kinder profitieren von Kompetenzen und Zuwendung)
Unterstützung hilfsbedürftiger ggf. auch verschuldeter junger Familien.

5. Seniorinnen- und Seniorenführer

Der erforderliche Inhalt ergibt sich aus dem Gesamtkonzept und wird sowohl in Papierform als im Internet angeboten.

6. Paten- und Partnerschaften von Altenheimen und Schulen

Gemeinsame Aktionen von Schülerinnen und Schülern und Altenheimen, Ausflüge, Projekte und vieles mehr.

7. Stadtplanung

Die Stadtplanung berücksichtigt den Wunsch nach einem Zusammenleben der Generationen (Großeltern, Eltern, Kinder). Sie trägt aber auch den alterstypischen Problemen, wie eingeschränkter Mobilität und subjektivem Angstempfinden Rechnung, z.B.:
Errichtung von „Mehrgenerationenhäusern" als alternative Form aktiv gelebter Nachbarschaft
Errichtung von Seniorenwohnungen bzw. barrierefreien Wohnungen in allen Stadtteilen
komfortable, barrierefreie und sichere Verkehrswege für Fußgänger/innen

Wir bitten deshalb, diese Überlegungen bei der Erarbeitung des Konzeptes zur Seniorenarbeit in Dormagen zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen
  
Wiljo Wimmer
Fraktionsvorsitzender


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