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Die Kopfweide ist mein Lieblingsbaum

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so begann Hermann Kienle seinen hochinteressanten Vortrag mit Bildern beim von Alfred Wink organisierten Nachmittagstreff der Senioren Union Dormagen in Stürzelberg.

 

Rund 40 Teilnehmer erfuhren dann begleitet von wunderschönen Bildern viel Wissenswertes über die Kopfweiden, die Pflege und Eigenarten dieser in unserer Heimat ansässigen teilweise bizarr anmutenden Bäume.

 

Hermann Kienle erläuterte die Geschichte der Kopfweide, wobei nicht mehr nachweisbar ist, wann und wo der Mensch begann, das Austriebsvermögen der Weiden in seinen Dienst zu stellen. Jedoch wurde Flechtwerk aus Weiden schon in der Zeit der Vorgeschichte angefertigt, und aus der ägyptischen Epoche sind Überlieferungen vorhanden. Seit der Eisenzeit, etwa ab 800 v. Chr. ist im Niederrheinischen Tiefland das Vorkommen von feuchtem Grünland nachgewiesen. Es ist wahrscheinlich,  dass durch diese Grünlandnutzung auch die Kultur der Kopfweide aufgetreten ist. Die Weidenäste wurden und werden auch heute noch zu vielfältigen Zwecken genutzt: im Fachwerkbau, Weidengeflechte für die Herstellung als Fundament für Deiche und Abböschungen an Straßen, Küstenschutz mit Weidenreisern für Dünen, Herstellung von Verbundplatten (Spanplatten). Und wer kennt nicht unsere Holzschuhe.

 

Die oft maroden  Stämme der Kopfweiden sind ideale Behausungen für viele Tierarten; Steinkauz, Hohltaube, Abendsegler, Blau- und Kohlmeise, Feldsperling und sogar Turmfalke und Stockente brüten in hohlen Weiden. Außer Vögel machen auch Säugetiere von den hohlen Stämmen Gebrauch. So Mäuse, Iltis, Steinmarder und Siebenschläfer. Fledermäuse – so sie es noch gibt.

Die Kopfweiden sollten alle 3 bis 5 Jahre geschnitten werden. In den letzten 60 Jahren sind die Kopfweiden bestände erheblich gesunken. Die veränderte Landwirtschaft -  weg vom Vieh hin zur intensiven Ackerbewirtschaftung – fielen viele Kopfweidenbestände zum Opfer. Um so erfreulicher ist es, das die sachgerechte Pflege die Naturschutzverbände übernommen haben. Hier in Dormagen  pflegt  jährlich in der Zeit von November bis März der NABU die Kopfweiden. Alles wird verwaltet von der biologischen Station in Knechtsteden.

 

Interessant waren auch einige Dias von den Korbmacherbetrieben in Zons von vor etwa 100 Jahren.

Zu jeder Jahreszeit präsentieren sich die Kopfweiden immer wieder in einem anderen Bild.

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